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	<title>Gedanken und Erinnerungen an Kathi &#8211; Kirschhäubchen</title>
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	<title>Gedanken und Erinnerungen an Kathi &#8211; Kirschhäubchen</title>
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		<title>Der 5. Mai 2015</title>
		<link>https://www.kirschhaeubchen.at/der-5-mai-2015/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 May 2025 03:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken und Erinnerungen an Kathi]]></category>
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					<description><![CDATA[Zehn Jahre sind vergangen, seit du nicht mehr bei uns bist. Eine unendlich lange Zeit, in der wir gelernt haben, ohne dich weiterzuleben. Doch trotz all der Jahre fällt es mir immer noch schwer, damit abzuschließen. Wochen vor deinem Sterbetag sind für mich besonders schwer – ich denke oft an dich, fühle Traurigkeit und vermisse [&#8230;]]]></description>
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<p>Zehn Jahre sind vergangen, seit du nicht mehr bei uns bist. Eine unendlich lange Zeit, in der wir gelernt haben, ohne dich weiterzuleben. Doch trotz all der Jahre fällt es mir immer noch schwer, damit abzuschließen. Wochen vor deinem Sterbetag sind für mich besonders schwer – ich denke oft an dich, fühle Traurigkeit und vermisse dich unendlich. Gleichzeitig verschwimmen manche Erinnerungen, Details verblassen – und das fühlt sich manchmal wie Verrat an dir an.</p>



<p>Wenn ich mich diesen Gefühlen stelle, greife ich zu deinem Buch und blättere darin.  Das sind die Worte, die ich zu deinem Tod geschrieben habe. Heute &#8211; vor zehn Jahren. </p>



<p><strong>Die Welt steht still, weil Kathi fehlt</strong></p>



<p><em>Am 5. Mai 2015 um 5:30 am Morgen hörte mein Kind auf zu atmen und machte sich leise auf den Weg in ein anderes Leben. Ein Leben ohne diesen schrecklichen Krebs, der 16 Monate ihr ständiger Begleiter war. Seitdem ist die Welt nicht mehr so, wie sie davor war. Für manche Dinge wird es niemals die richtigen Worte geben. Manche Dinge möchte man auch nie erleben müssen. Und dennoch passieren sie. Kathis früher und unbegreiflicher Tod ist für mich als ihre Mama immer noch ein Schock, der nun langsam der gnadenlosen Gewissheit weicht. Sie ist einfach nicht mehr da. Ich kann sie nicht mehr umarmen, umsorgen, mit ihr zu lachen, weinen, sie begleiten und bewundern für ihre Zuversicht, ihren Mut und ihre Dankbarkeit für die vielen kleinen, schönen Dinge in ihrem Leben. Ich vermisse sie. Tausendmal am Tag.</em><br><em>Dass Kathi eine schwere Zeit vor sich haben würde, war am Donnerstag vor ihrem Tod zur grausamen Realität geworden, dem Hoffen und Bangen wurde ein jähes Ende gesetzt. Das letzte MRT war schlecht ausgefallen. Die 30 Gehirnmetastasen zeigten ein rasantes Wachstum. Man konnte mittlerweile klar ausschließen, dass das Wachstum eine vorübergehende Nebenerscheinung von PEM (ein humanisierter und monoklonaler Antikörper und Arzneistoff zur Behandlung von metastasiertem, schwarzen Hautkrebs) war. PEM hatte nicht die Wirkung gezeigt, die wir uns alle so sehr gewünscht hatten. Kathi nahm die Nachricht gefasst auf und besprach mit ihrer Ärztin im Detail, was auf sie zukommen würde. Selbst in dieser Situation wollte sie die Kontrolle nicht verlieren, obwohl es nichts mehr zu gewinnen gab. Es war nur mehr eine Frage der Zeit, wann wichtige Körperfunktionen durch die Krankheit massiv in Mitleidenschaft gezogen würden. Es war viel davon die Rede, wie Schmerzen zu vermeiden wären. Kathi blieben noch ein paar Wochen, bestenfalls Monate. Mein Kind war zu verzweifelt, um es mir diesen Wahnsinn selbst mitzuteilen. Diese Aufgabe übernahm ihre Ärztin. Wie schon so viele Male vorher weinten Kathi und ich erst einmal fürchterlich und hielten uns fest. Dann trockneten wir die Tränen und beschlossen, einfach weiterzumachen. Sie wie die vielen Male vorher. Was wäre denn die Alternative gewesen?</em><br><em>Freitag erhielt sie ihre sechste Gabe PEM, tapfer und mit der verzweifelten Hoffnung, dass dies vielleicht die entscheidende Wende bringen würde. Am Wochenende war Kathi zwar stationär ans AKH gebunden, tagsüber durfte sie allerdings zu mir. Am Samstag malte ich noch mit Freunden in einer Blitzaktion ihr Zimmer aus und richtete es ein. Sie sollte es fein haben, ein gemütliches Zuhause mit Blick in den Garten. Kathi freute sich riesig über ihr neues Reich und konnte es kaum erwarten, es mit dem Krankenzimmer auf der Onkologie zu tauschen. Ich war überglücklich, ich konnte etwas für ihr Wohlbefinden tun.<br>Am Sonntag holte meine jüngere Tochter Julia Kathi vom AKH ab und brachte sie zu mir nach Hause. Chrisi, ihre Freundin war zum Brunch da und auch Kathis Papa fand sich bei uns ein. Es war rundum gemütlich. Die Stimmung ein wenig gedämpft wegen der schlechten Befunde, aber Rückschläge hatten wir doch schon oft. Ich erinnere mich an einen Moment, der immer wieder vor meinem geistigen Auge abläuft. Nachdem ihre Schwester und ihre Freundin gegangen waren, saß Kathi uns am Tisch gegenüber. Wir hielten beide ihre Hände, Papa hielt ihre rechte, ich ihre linke Hand. Sie sah uns an und flehte fast trotzig: &#8222;Ich will nicht, dass es schlechter wird, als es jetzt ist&#8220;. Ein Wunsch, der ihr erfüllt werden sollte.</em><br><em>Am Abend drehten wir noch eine kleine Runde mit Jakob, unserem Hund. Kathi war sehr müde und konnte nur ganz langsam gehen. Im Park setzte sie sich auf eine Bank und sah Jakob und mir beim Spielen zu. Auch dieses Bild geht mir nicht aus dem Kopf. Sie sah uns zu, als wäre sie ganz weit weg.<br>Am Abend brachte ich sie zurück ins AKH und setzte sie vor der Eingangstür ab. Wir verabschiedeten uns voneinander und vereinbarten, dass ich sie am Montag zu Mittag wieder abhole. Sie wollte noch zu einem Bluttest und die Entlassungspapiere abwarten.<br>Montag meldete sie sich nicht. Nach Mittag wurde ich unruhig und rief auf der Station an. Die Ärztin teilte mir mit, heute wäre kein guter Tag. Kathi sei erschöpft und schlafe tief und fest. Meinen Besuch würde sie gar nicht bemerken. Ich soll mir keine Sorgen machen, sie habe keine Schmerzen.<br>Am Abend hielt ich es dann doch nicht aus und fuhr zu ihr ins AKH. Kathi lag in ihrem Bett und hat meine Anwesenheit tatsächlich nicht registriert. Ihr Schlaf glich eher einem Koma. Ich streichelte sie und redete beruhigend auf sie ein. &#8222;Alles wird gut, Süße. Schlaf gut. Morgen ist wieder ein besserer Tag!</em><br><em>Als ich wieder zuhause war, rief ich zur Sicherheit noch Kathis Ärztin an. Zu viele Fragen gingen mir durch den Kopf. Ob sie Morphine bekommen hätte, weil sie gar so reglos schläft? Als sie mir versicherte, dass dies nicht der Fall wäre, Kathi keine Schmerzen hätte, einfach nur so, so erschöpft wäre, konnte auch ich irgendwann einmal Schlaf finden. Morgen ist sicher ein besserer Tag. Bitte, lass es so sein!<br>Am nächsten Morgen, kurz vor sechs Uhr, läutete dann mein Handy. Ein Arzt der Onkologie teilte mir mit, dass Kathi um halb sechs Uhr verstorben war. Ihre Atmung hatte ausgesetzt.<br>Nein! Nein! Nein!</em><br><em>Seitdem ist alles anders. Manchmal vergehen die Tage wie in Trance. Das sind die Tage, die ich lieber mag. Da spürt man den Schmerz nicht so sehr.<br>Kathis Freunde und Wegbegleiter sind sich alle einig. Ihr Buchprojekt muss verwirklicht werden. Die Book Release Party, die sie am 14. Juni 2015 geben wollte, kommt nun leider nicht mehr zustande. Aber Süße, ich verspreche dir, alles zu tun, damit deine Geschichte gelesen werden. Du hast es dir verdient.</em><br><br><em>In unendlicher Liebe<br></em>Mama<br><br></p>



<p></p>
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		<title>Jahresrückblicke</title>
		<link>https://www.kirschhaeubchen.at/jahresrueckblicke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirschhaeubchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jan 2025 17:35:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken und Erinnerungen an Kathi]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute, es ist der 1. Jänner 2025, überkommt mich schon am Morgen die große Wehmut. Wieder ist ein Jahr um. Die ausgelassene Silvesterfeier hat, wie auch schon an den letzten mehr als zehn Jahreswechseln nicht stattgefunden. Stattdessen habe ich ab 23:30 Uhr eine Stunde lang auf dem Fußboden meines Badezimmers gelegen und versucht, meinen Hund [&#8230;]]]></description>
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<p>Heute, es ist der 1. Jänner 2025, überkommt mich schon am Morgen die große Wehmut. Wieder ist ein Jahr um. Die ausgelassene Silvesterfeier hat, wie auch schon an den letzten mehr als zehn Jahreswechseln nicht stattgefunden. Stattdessen habe ich ab 23:30 Uhr eine Stunde lang auf dem Fußboden meines Badezimmers gelegen und versucht, meinen Hund Jakob zu beruhigen.</p>



<p>Ich habe schlecht geschlafen, wache schon mit Unruhe auf. Ich hasse dieses Gefühl am Morgen, da komme ich einfach nicht in die Gänge. Irgendwie ist mir 2024 wieder nicht der große Durchbruch gelungen und die große Leichtigkeit hat sich nicht eingestellt. Irgendwie fehlt mir für 2025 die große Zuversicht. Und da fällt mein Blick auf das Bücherregal, auf dein Buch &#8222;Kirschhäubchen&#8220;. Und ich schlage nach, wie du dein letztes Silvester 2014 verbracht hast. Ich finde einen Eintrag am 31. Dezember 2014. Du ziehst Bilanz über ein Jahr mit der Diagnose Krebs.</p>



<p>Du startest mit einer Tabelle, du warst so ein strukturiertes Mädchen. Auflistungen über deine Metastasen, Krankenhausaufenthalte, Operationen, MRTs, CTs, Schreckensmomente, Arztbesuche, Blutabnahmen. Das volle Programm. Es ist nicht leicht, das zu lesen. Doch dann ändert sich dein Schreibstil. Keine Tabelle mehr, sondern einfach nur berührende Worte.</p>



<p><em>Es gab in diesem Jahr fürchterliche Tiefen für mich, meine Familie und meine Freunde. Ich traue mich aber zu behaupten, dass es mindestens genauso viele Höhepunkte auf der Sonnenseite von 2014 gab. Ich war in Amsterdam, Belgrad, Bodrum, Hamburg und auf Sylt. Ich habe mit Chrisi ein Yoga-Retreat am Pöllauberg besucht. Ich habe viele Stunden wertvolle Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbracht. Momente, die ich seit meiner Diagnose genieße, wie sonst nichts anderes. Ich habe Weihnachtskekse gebacken und Mama meint, ich bin ein wahrer Senkrechtstarter darin. Ich habe so viel gelacht mit euch und auch mindestens eine Badewanne voller Tränen geweint. Dazwischen habe ich meinen Wohnsitz gewechselt und Oliver und ich haben uns schlussendlich getrennt. Viele Freundschaften haben sich intensiviert, verändert, neugestaltet und einige habe ich auch abgelegt. Ich bin 30 Jahre alt geworden und mache mir Gedanken über die Art und Weise, wie ich bestattet werden möchte und wem ich was hinterlasse. Seit einem Jahr fahre ich Achterbahn und kein Ende ist in Sicht. Ich bin stärker denn je und du Krebs – du wirst nicht die Oberhand gewinnen! Ich werde die neue Therapie bekommen und ich werde weiter alles daransetzen, dass ich noch viele Jahresrückblicke schreiben kann, in denen ich mich vor allem bei Euch bedanken werde.</em></p>



<p>Ich klappe das Buch zu und stelle es wieder zurück ins Bücherregal. Ich hole mir aus der Küche eine Tasse Kaffee, lasse deine Gedanken noch nachwirken. Mir fällt ein, dass ich vor etwa zwei Wochen mit Emilia und Elisa in deinen Sachen gestöbert habe. Du hast ein Reisetagebuch geführt, deine Reisen von 2014 sind darin auch zu finden. Ansichtskarten, Schnappschüsse, Eintrittskarten, Bierdeckel, Flugtickets. Das Buch ist nicht voll geworden, es hört nach deiner Amsterdam-Reise auf. Viele Seiten sind noch frei und die Mädchen fragen mich, warum es nicht weiter geht. Ich erkläre ihnen warum, weil du eben gestorben bist, bevor du noch mehr Reisen unternehmen konntest.  „Aber wir könnten doch weitermachen und Dinge reinkleben.“, meint Elisa. „Und wenn du dann gestorben bist, Gitti-Oma,  dann können wir uns an dich erinnern.“ Das ist eine schöne Idee und nehme mir vor, gleich damit zu beginnen.</p>



<p>Auf ein gutes neues Jahr 2025! Denn Aufgeben ist keine Option.</p>



<p></p>
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		<title>All I Want For Christmas</title>
		<link>https://www.kirschhaeubchen.at/all-i-want-for-christmas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirschhaeubchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Dec 2024 11:10:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken und Erinnerungen an Kathi]]></category>
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					<description><![CDATA[„…. Und plötzlich wurde Weihnachten von einem Fest zu einer Herausforderung.“ Auf diesen Zeilen bin ich beim Durchscrollen auf Instagram hängen geblieben. Sie stammen von einem Benjamin von Schnese, so steht es jedenfalls im Post. Bei meiner anschließenden Internetrecherche konnte ich den Herrn dann leider nicht finden. Er möge mir verzeihen, dass ich seine Worte [&#8230;]]]></description>
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<p>„…. Und plötzlich wurde Weihnachten von einem Fest zu einer Herausforderung.“ Auf diesen Zeilen bin ich beim Durchscrollen auf Instagram hängen geblieben. Sie stammen von einem Benjamin von Schnese, so steht es jedenfalls im Post. Bei meiner anschließenden Internetrecherche konnte ich den Herrn dann leider nicht finden. Er möge mir verzeihen, dass ich seine Worte trotzdem verwende. Sie bringen mein Gefühl um Weihnachten herum exakt auf den Punkt. Die Herausforderung für mich besteht darin, mich nicht hängen zu lassen, mich nicht in Traurigkeit zu verlieren, den Christbaum trotzdem zu schmücken, auch wenn es unnötig erscheinen mag. Weihnachten jedes Jahr aufs Neue die Chance zu geben, etwas Besonderes zu werden. Denn mit Kathi war es etwas Besonderes. Wenn ich an ihren kindlichen Eifer bei den Vorbereitungen denke, muss ich unwillkürlich schmunzeln.</p>



<p>Für den kindlichen Eifer und die Aufregung rund um das Weihnachtsfest und den Heiligen Abend sorgen jetzt meine beiden Enkeltöchter Emilia und Elisa. Dieses Jahr übernehme ich am 24. Dezember die Nachmittagsbetreuung, damit die Wartezeit bis zur Bescherung verkürzt wird. Wir wollen ins Kino und ich bin wieder vollends damit beschäftigt, alles Notwendige einzupacken. Beide Kinder, ihre Mäntel, Hauben und Handschuhe, den Hund, die Hundeleine, Autoschlüssel, Handtasche und den Müll, den ich bei der Gelegenheit auch gleich entsorgen werden. Meine Jacke sollte ich auch nicht vergessen! Ich lasse noch einen letzten prüfenden Blick durch die Wohnung schweifen, als Mimi mir meine Brille hinhält und meint: „Gitti-Oma, nimm die besser mit. Weil, wenn wir noch einkaufen gehen, kannst du die Preisschilder nicht lesen. Und wir können es dir ja auch noch nicht vorlesen“. Wo sie Recht hat, hat sie Recht! Meine Chancen stehen gut, dass sich im Alter jemand um mich kümmern wird, sollte es notwendig werden.</p>



<p>Endlich fahren wir Richtung Baden und da noch Zeit bis zum Beginn des Films bleibt, spendiere ich noch eine Karussellfahrt am Weihnachtsmarkt. Wir sehen einen entzückenden skandinavischen Familienfilm „Weihnachten in der Schustergasse“. Der ganze Kinosaal ist begeistert, Kinder, Eltern, Großeltern unterhalten sich bestens. Der Kinobesitzer freut sich über die zahlreichen verkauften Sitzplätze. So voll ist der Saal selten.</p>



<p>Auf der Rückfahrt kommt es zur Filmnachbesprechung. Ich liebe diese Unterhaltungen zwischen uns Dreien und versuche mir immer so viel wie möglich davon zu merken. „Der Film war nett“, sagt Elisa. Das ist schon eine Menge Lob für die kleine Dame und zeugt davon, dass es ihr wirklich gut gefallen hat. Mimi ist mitteilsamer, sie lässt einem bildhaft an allem teilhaben, was sie bewegt. „Ein bisschen traurig war es schon. Ich war kurz davor, in Tränen auszubrechen. Ich hatte eine Träne in den Augen, und als ich ein bisschen geblinzelt habe, ist mir diese Träne über die Wangen gelaufen“. Wie unterschiedlich die beiden doch sind. Beide sind einzigartig. Bevor es für mich zu rührselig wird, schlage ich vor, ein paar Weihnachtslieder zu spielen.</p>



<p>„All I Want For Christmas “, schreien Emilia und Elisa gleichzeitig. Ausnahmsweise sind sie einer Meinung. Bei Tante Kathis Lieblingslied herrscht absolute Einigkeit. Wir drehen auf volle Lautstärke, singen aus Leibeskräften mit und tanzen im Sitzen. Mehr Weihnachtsstimmung geht nicht. „War das jetzt so laut, dass es Tante Kathi gehört hat?“, fragt Elisa. „Und die Urli-Oma auch?“, will Mimi wissen. Ich bin mir sicher! Fröhliche Weihnachten an alle Engel da oben.</p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Igel oder Lama?</title>
		<link>https://www.kirschhaeubchen.at/igel-oder-lama/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirschhaeubchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Oct 2024 17:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken und Erinnerungen an Kathi]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin heute wieder mit meinen beiden Enkelinnen Emilia und Elisa verabredet. Wir wollen Kathis Grab neu schmücken. Die Windräder, die wir im Sommer hingebracht haben, passen nicht mehr so recht in die Jahreszeit. Sie sind von der Sonne ausgebleicht und der Holzstiel ist bereits morsch. Im Vorfeld werden im Team eifrig Überlegungen angestellt. „Ich [&#8230;]]]></description>
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<p>Ich bin heute wieder mit meinen beiden Enkelinnen Emilia und Elisa verabredet. Wir wollen Kathis Grab neu schmücken. Die Windräder, die wir im Sommer hingebracht haben, passen nicht mehr so recht in die Jahreszeit. Sie sind von der Sonne ausgebleicht und der Holzstiel ist bereits morsch. Im Vorfeld werden im Team eifrig Überlegungen angestellt. „Ich habe eine Idee in meinem Kopf. Wir könnten doch ein dickes Glas nehmen, eines, das nicht umfällt. Dann sammeln wir bunte Blätter im Garten, legen die rein und setzten einen Igel drauf.“, schlägt Emilia vor. „Einen echten?“, fragt Elisa ungläubig. „Nein, keinen echten. Aber vielleicht finden wir einen aus Holz oder Ton.“, werfe ich ein, um jegliche Spekulationen über verletztes Tierwohl auszuschließen. Elisa ist nicht ganz überzeugt von der Idee ihrer Schwester. Sie schwärmt von einem Plüschlama, das wir vor kurzem bei H&amp;M Home im Regal gesehen haben. „Ich glaube, Kathi würde sich sehr über das weiße, kuschelige Lama freuen.“, meint sie mit treuherzigem Augenaufschlag. Da das Plüschlama weder Regenwetter noch Sturm überleben würde, notiere ich das Wort „Plüschlama“ vorsorglich auf meiner geistigen Wunschliste. Schließlich feiern sie bald ihren sechsten Geburtstag.</p>



<p>Am Freitagnachmittag hole ich die beiden von zu Hause ab. Meinen Hund, den Jakob, will ich in der Zwischenzeit bei meiner Tochter Julia lassen. Kaum steht mein Audi A1 im Innenhof, sind die beiden Mädchen auch schon eingestiegen. Bevor ich richtig reagieren kann, springt Jakob blitzschnell auf die Rückbank und zwängt sich zwischen Emilia und Elisa. Die Mädchen kreischen: „Jakob, wir haben keinen Platz!“ Jakobs Augenaufschlag ähnelt sehr dem von Elisa. Ich bin chancenlos und resigniere seufzend. Ich nehme also alle drei mit. Schon beim Wegfahren werde ich von den beiden mit Fragen, Wünschen, Anregungen und allerlei Neuigkeiten versorgt. Gemeinsame Ausflüge sind einfach ein Highlight und meine Ohren haben einiges zu verarbeiten. In der Hitze des Gefechts haben die Mädchen alle Basteleien zu Hause vergessen. „Oh!“, meint Elisa nur, „wir finden sicher was im Geschäft“.</p>



<p>Im Gartencenter starten die beiden sofort los, Jakob hingegen muss im Auto bleiben. Wir brauchen Herbstblumen und wenn möglich, einen Igel. Im ersten Regal sitzen welche aus verzinktem Blech, die der kritischen Betrachtung von Emilia und Elisa nicht standhalten. Auch die kleinen orangen und gelben Igel aus Metall finden wenig Anklang.</p>



<p>Wir konzentrieren uns zunächst auf die Blumen, oder besser gesagt, ich versuche es. Das ist gar nicht so einfach, weil die beiden von einer Reihe in die nächste flitzen und im Sekundentakt neue Ideen haben. Mit einiger Überredungskunst landen schließlich ein paar Pflanzen im Einkaufswagen und es geht weiter zu den Dekoartikeln. Spätestens jetzt wird mir klar, dass der Handel uns um einiges voraus ist. Überall Weihnachtskugeln, Lichterketten, Lametta und weiße, glitzernde Schnee-Eulen. „Können wir die nehmen?“ rufen beide verzückt. Dieses Mal setzen beiden den berüchtigten Augenaufschlag ein. Der Igel ist mittlerweile komplett aus dem Blickfeld gerückt. Und weil ich wirklich schlecht darin bin, den Mädchen einen Wunsch abzuschlagen, dürfen sie sich für ihre Zimmer eine Schnee-Eule aussuchen. Für Kathis Grab sind sie jedenfalls nicht geeignet. Elisa schwenkt noch einmal um und sucht sich statt der Eule einen Weihnachtswichtel aus. Ich trotte zurück zum ersten Regal und nehme dann doch noch zwei der verschmähten Metalligel. Die Mädchen sind im Weihnachtsfieber und haben keinen Kopf mehr für die Herbstdekoration.</p>



<p>Mit unserer etwas mageren Ausbeute fahren wir zum Friedhof. Ich pflanze die Blumen ein und entferne etwas Unkraut. Emilia und Elisa kümmern sich um die Windräder und tauschen die Osterhasen gegen die Igel aus. Wir stellen auch noch frische Kerzen in die Laterne und sind letztendlich recht zufrieden mit unserem Werk.</p>



<p>Auf der Heimfahrt überlegen die beiden wortreich, wie sie gleich ihre Zimmer mit der Schnee-Eule und dem Weihnachtswichtel schmücken werden. Ich glaube, Jakobs Ohren beginnen auch schon zu klingeln. Jedenfalls scheint es mir, als wäre er erleichtert, dass er bald die Rückbank wieder für sich alleine hat.</p>



<p>Ein bisschen Glitzerstaub lassen die beiden noch im Auto zurück und weg sind sie. Ich bin so froh, dass ich euch beide habe.</p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Geburtstagsgeschenk</title>
		<link>https://www.kirschhaeubchen.at/das-geburtstagsgeschenk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirschhaeubchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Sep 2024 03:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken und Erinnerungen an Kathi]]></category>
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					<description><![CDATA[Jedes Jahr zu Kathis Geburtstag versuche ich irgendetwas Besonderes zu unternehmen und den Tag schön zu gestalten. Heuer plane ich mit meinen Enkelinnen Emilia und Elisa auf den Schneeberg zu fahren und zwar mit der grün-gelben Salamanderbahn. Schon als Dreijährige haben die beiden, wenn sie den schneebedeckten Berg in der Ferne gesehen haben, gefragt: „Können [&#8230;]]]></description>
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<p>Jedes Jahr zu Kathis Geburtstag versuche ich irgendetwas Besonderes zu unternehmen und den Tag schön zu gestalten. Heuer plane ich mit meinen Enkelinnen Emilia und Elisa auf den Schneeberg zu fahren und zwar mit der grün-gelben Salamanderbahn. Schon als Dreijährige haben die beiden, wenn sie den schneebedeckten Berg in der Ferne gesehen haben, gefragt: „Können wir dorthin auf Urlaub fahren?“. Mittlerweile wissen sie, dass für den Schneeberg ein Tagesausflug ausreichend ist. Aber über die Salamanderbahn kann nicht verhandelt werden, daran gibt es nichts zu rütteln. Wir mussten den Ausflug schon öfters aus den unterschiedlichsten Gründen verschieben. Heute am 23. August 2024, an Kathis Geburtstag, wollen wir das Abenteuer endlich in Angriff nehmen.</p>



<p>Ich bin immer wieder erstaunt über die Gedankenwelt von Fünfjährigen. Ihre Fantasie und ihre Kombinationsgabe erstaunen mich immer wieder. Irgendwann habe ich den beiden einmal erzählt, dass der Schneeberg der höchste Berg von Niederösterreich ist und somit auch der höchste Berg in unserer unmittelbaren Umgebung. Aus dieser Information und dem Umstand, dass Kathi Geburtstag hat, wollen die beiden ein Geschenk für Kathi mitnehmen. Das soll beim Gipfelkreuz abgelegt werden, weil beim Gipfelkreuz sind wir dem Himmel am allernächsten. Nicht nur für Tante Kathi gibt es ein Geschenk, sondern auch für Kathis heiß geliebte Großmutter, die Urli-Oma der Zwillinge. Mit viel Eifer (die Mimi) und mit ein bisschen weniger Eifer (die Elisa) werden flache Steine gesammelt, gründlich gewaschen und farbenfroh bemalt. Kathi soll einen Stein mit Regenbogen und Rosen bekommen. Für die Urli-Oma wird der Stein mit einer Kirsche bemalt. Elisa, unsere kleine gewiefte Minimalistin, hat ihren Stein einfärbig blau angemalt und für die weitere Ausschmückung die Mama hinzugezogen. Keine Zeit, keine Zeit!</p>



<p>Zwei Tage vor Kathis Geburtstag präsentieren mir Mimi und Elisa freudestrahlend ihre Kunstwerke. In meinem Kopf beginnt es augenblicklich zu rattern. Ich habe die Tickets für die Salamanderbahn nicht reserviert! Ich telefoniere sofort aufgeregt mit dem Verkaufsbüro, ziehe alle Register, drücke auf die Tränendrüsen. Doch vergeblich, es gibt keine verfügbaren Tickets mehr. Um die Mädchen nicht zu enttäuschen, murmle ich noch etwas von technischem Gebrechen und habe gleichzeitig ein fürchterlich schlechtes Gewissen. Die einzig sinnvolle Alternative, die mir in der Not einfällt, ist eine Fahrt mit der Gondel auf die Rax. Wir brauchen dringend einen Berg, ein Gipfelkreuz und den Himmel, und zwar ganz nah!</p>



<p>Als ich Mimi und Elisa am Morgen ins Auto verfrachte, sind sie immens aufgeregt und plappern unaufhörlich. „Du Gitti Oma, stell dir vor, die Salamanderbahn ist gebrochen“, teilt mir Elisa entrüstet mit. Ich gehe besser nicht näher darauf ein und schwärme von der bevorstehenden Gondelfahrt. Mimi äußert noch kurze Bedenken, sie könnte Höhenangst bekommen. Dafür hat Elisa die passende Lösung parat. „Mimi, du darfst nicht nach unten schauen!“, belehrt sie ihre wenige Minuten jüngere Zwillingsschwester. Die Autofahrt vergeht wie im Flug und schon stehen wir in der Gondel. Alle Ängste haben sich in Luft aufgelöst, wir sind begeistert von der Fahrt und der herrlichen Aussicht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax2-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1844" style="width:527px;height:auto" srcset="https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax2-683x1024.jpg 683w, https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax2-200x300.jpg 200w, https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax2-768x1152.jpg 768w, https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax2-1024x1536.jpg 1024w, https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax2.jpg 1067w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a></figure>



<p>Auf der Bergstation angelangt ist mir bald klar, dass das Gipfelkreuz auf der Rax nicht so einfach zu erklimmen ist. Die Begeisterung der Mädchen für lange Fußmärsche hält sich definitiv in Grenzen und sie erklären mir sofort, dass sie auf keinen Fall so weit gehen wollen. Auch nicht für die Tante Kathi. Zum Glück finden wir auf dem Weg zum Ottohaus ein Marterl am Rand eines Pfades. Mit einem Kreuz, einem Heiligenbild, bunt geschmückt mit Blumen. Wir sind uns schnell einig, dass das der ideale Platz für die mitgebrachten Geburtstagsgeschenke ist. Geschäftig wird der Rucksack ausgepackt und die Anordnung der drei Steine sorgt für Diskussionen zwischen den beiden Schwestern. Doch schließlich liegen sie perfekt. Der Regenbogenstein, der Kirschenstein und der blaue Stein mit den weißen Blumen. Wir begutachten noch einmal stolz unseren Gabentisch und wandern dann weiter zum Ottohaus. Unterwegs dorthin beteuern die beiden nochmals, dass es bis zum Gipfelkreuz viel zu anstrengend wäre. Das glaube ich ihnen aufs Wort. Ich muss die beiden mit allerhand Versprechungen, wie Mannerschnitten und Almdudler, bei Laune halten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax4.jpg"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax4-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1846" srcset="https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax4-683x1024.jpg 683w, https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax4-200x300.jpg 200w, https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax4-768x1152.jpg 768w, https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax4-1024x1536.jpg 1024w, https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax4.jpg 1067w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a></figure>



<p>Am Rückweg kommen wir, frisch gestärkt von unserer Jause, wieder am Marterl vorbei. Oh Schreck! Der Stein mit dem Regenbogen fehlt. Er ist spurlos verschwunden. „Vielleicht hat ihn die Kathi schon abgeholt?“, rätselt Mimi. „Aber warum hat sie nur einen mitgenommen?“, möchte Elisa wissen. Ich möchte auf keinen Fall, dass sie traurig sind und die Stimmung kippt und komme mit meiner Theorie. „Vielleicht hat ein Wanderer, der bis zum Gipfelkreuz geht, den Stein mitgenommen? Er wusste vielleicht, dass der Weg für euch zu anstrengend ist.“ Die nächste Idee kommt von Elisa. „Vielleicht hat jemand gedacht, das ist ein Wanderstein und hat ihn mitgenommen.“. „Aber warum hat er dann keinen anderen Stein dagelassen?“, wundert sich Mimi.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax1.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-1843" srcset="https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax1-1024x683.jpg 1024w, https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax1-300x200.jpg 300w, https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax1-768x512.jpg 768w, https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kirschhaeubchen.at/wp-content/uploads/2024/09/rax1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>So geht es eine Weile hin und her mit all unseren Überlegungen. Die beiden sind schon müde, das merke ich. Letztendlich einigen wir uns darauf, dass ein Windstoß den Stein erwischt und weggeweht hat. Mit dieser Erklärung sind wir alle drei zufrieden. Alles ist so einfach, kein Grund für ein Drama. Wir haben unser Vorhaben umgesetzt, wir sind zufrieden und glücklich.</p>



<p>Zurück im Auto schlafen die beiden auf der Stelle ein. Schön war es!</p>
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		<title>Gedanken zu Kathis 40. Geburtstag – die Freundinnen</title>
		<link>https://www.kirschhaeubchen.at/gedanken-zu-kathis-40-geburtstag-die-freundinnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirschhaeubchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2024 22:01:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken und Erinnerungen an Kathi]]></category>
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					<description><![CDATA[Kathi hätte ihren Geburtstag ausgelassen mit ihren Freundinnen gefeiert, bis in die frühen Morgenstunden. Und nicht nur mich beschäftigt die Frage, was wäre wohl aus Kathi geworden. Wäre sie verheiratet, hätte sie Kinder, würde sie im Ausland leben? Würde sie gänzlich was anderes machen? Diese Frage habe ich ihren engsten Freundinnen, die bis zum Schluss [&#8230;]]]></description>
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<p>Kathi hätte ihren Geburtstag ausgelassen mit ihren Freundinnen gefeiert, bis in die frühen Morgenstunden. Und nicht nur mich beschäftigt die Frage, was wäre wohl aus Kathi geworden. Wäre sie verheiratet, hätte sie Kinder, würde sie im Ausland leben? Würde sie gänzlich was anderes machen? Diese Frage habe ich ihren engsten Freundinnen, die bis zum Schluss an ihrer Seite waren, gestellt und dazu die folgenden Beiträge und Antworten erhalten.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Pam, Studienkollegin auf der FH in Eisenstadt</p>



<p>Ich habe heuer selbst meinen 40. Geburtstag gefeiert und auch deshalb habe ich viel an Kathi gedacht. Ich denke, dass Kathi noch immer im Ausland leben würde. Vermutlich sogar wieder in Serbien. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich dort sehr wohl gefühlt hat. Ich kann sie mir auch sehr gut in einer Führungsposition auf mittlerer oder gar höherer Managementebene vorstellen. Mit einem großen Team, das für sie arbeitet. Sie wäre ein toller Team-Lead und eine strenge, aber faire Chefin. Sie verlangt viel, konsequente Ergebnisse und eine effiziente Arbeitsweise. Aber sie würde ihren Mitarbeitern auch viel zurückgeben. Für sie zu arbeiten, würde ihnen Spaß machen, weil sie auch dafür belohnt werden. Social Get-Togethers, die Kathi organisiert, Teambuilding-Events, Ausflüge, usw. Alles nach dem Motto: „work hard, play hard!“</p>



<p>Ich sehe auch einen äußerst liebenswürdigen Mann an ihrer Seite, einen, der sie auf Händen trägt und für sie sorgt. Der ihr aber auch die Stirn bieten kann und mit ihr Dinge ausdiskutiert. Einen, der sie zum Lachen bringt, sodass der Bauch schmerzt. Gemeinsam würden sie es sich in jeder freien Minute gut gehen lassen, um die Welt reisen, Abenteuer erleben, fremde Städte und Kulturen entdecken, fein essen gehen, Freunde besuchen und treffen. Alles auskosten und „mitnehmen“, was das Leben zu bieten hat. Sie hätte ohne Zweifel ein wunderbares, aufregendes und spannendes Leben, auf das man als Außenstehender oder als jemand, der Kathi nicht kennt, neidisch sein könnte.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Chrisi, Schulfreundin aus der HAK in Baden</p>



<p>Kathi hat ihren Prinzen mit 32 Jahren in Deutschland kennengelernt, auf der Arbeit. Mit 36 hätten die beiden geheiratet und heute hätten sie einen zweijährigen Sohn und lebten gemeinsam in München in einer schicken Wohnung. Ihr Prinz ist einfach toll und unterstützt Kathi, wo er nur kann. Sie teilen sich die Erziehung auf Augenhöhe, weil ihr das wichtig ist. Bis zur Geburt ihres Zwerges ist Kathi die Karriereleiter weiter hochgeklettert, genießt ihr Mama-Dasein gerade in vollen Zügen. Yoga ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil in ihrem Leben und gibt ihr einen guten Ausgleich. Sie ist eine liebevolle Tante, Schwester, Schwägerin, Freundin und Tochter, denn Familie und Freundschaften sind ihr immer wichtig gewesen. Bis zur Geburt ihres Sohnes haben die beiden die große weite Welt erobert und gemeinsam viele Erinnerungen gesammelt, an die sie heute noch mit einem Lächeln zurückdenken.</p>



<p>Wir hätten Kathi im heurigen Jahr ganz besonders hochleben lassen und tun es jetzt im Herzen umso mehr. Sie fehlt mir unendlich.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Maria „Mietzi“, Schulfreundin aus der HAK in Baden</p>



<p>Hey Süße, (Brief zu deinem Geburtstag, am 23. August 2024)</p>



<p>Seit nun schon 9 Jahren, 3 Monaten und 18 Tagen fehlst du in so vielen schönen Momenten, lustigen Situationen, aber auch in schwierigen Zeiten meines Lebens. So gerne hätte ich dir mein zweites Baby vorgestellt, dich als Stütze bei Verlusten gebraucht oder einfach viele Abende mit dir durchgetratscht. Deinen heutigen 40er würden wir bestimmt ausgelassen feiern. Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, was aus dir geworden wäre, wärst du heute noch bei uns. Bei allem, was du angepackt hättest (und das ist sicher), wärst du mit Begeisterung und Leidenschaft dabei. Denn eines ist klar: Halbe Sachen gibt es nicht! Es könnte sein, dass du dich voller Tatendrang auf eine innovative Geschäftsidee gestürzt hättest und damit dein eigenes kleines Unternehmen gegründet hättest. Ich hätte dir gewünscht, endlich den Mann zu finden, der dich rundum glücklich gemacht hätte. Mit dem Richtigen hättest du dir vielleicht noch ein spätes Baby vorstellen können. Eine super coole Tante für deine beiden Nichten und auch für meine Jungs wärst du auf jeden Fall.</p>



<p>Ich weiß nicht, ob, wie und wann wir uns wiedersehen. Doch der Gedanke daran gibt mir Trost. Bis dahin stoße ich an jedem deiner Geburtstage mit einem Lächeln auf dich an.</p>



<p>Deine Mietzi</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Jil, Schulfreundin aus der HAK in Baden</p>



<p>Ich habe mir viele Gedanken gemacht, aber wenn ich ehrlich bin, ist meine Vorstellung, wie Kathis Leben zu ihrem 40er ausschauen würde, immer eine andere. Und ich denke oft darüber nach, was wäre wenn. Manchmal stelle ich mir vor, dass sie die erfolgreiche Tante für alle Kinder ist, die mit teuren Geschenken und viel Schokolade auftaucht. Manchmal stelle ich mir vor, dass sie ein Kind adoptiert hat, aber schon ein etwas älteres. Manchmal denke ich mir, sie würde auch gut in eine Patchworkfamilie passen. Ein Kind, ihr eigenes, und ein Partner, der seine Kinder am Wochenende hat. Da geht’s dann rund und dafür ist der Rest der Woche wieder sehr strukturiert. Was immer es auch wäre, es wäre toll und sie wäre glücklich. Und wir würden uns immer noch dauernd zum Frühstück treffen.</p>



<p>Fühl dich umarmt, ich weiß, es ist scheiße. Brauchen wir uns gar nicht schönreden.</p>



<p>Bussi, Jil</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Indira, Arbeitskollegin in Serbien</p>



<p>Kathy would be streaming to find love! She always wanted to find a partner who would support her dreams. With this person, she would create a loving family. She would explore the world, travelling to distant countries, tasting exotic food and meeting fascinating people. She would celebrate life every day and be surrounded by great people.</p>



<p>Thanks, Brigitte! I think your plan is a beautiful way to honour Kathy&#8217;s memory.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Sonja „Knopfi“, Arbeitskollegin in Wien</p>



<p>Ich bin überzeugt, mein Knopfi wäre noch einige Jahre bei PORR geblieben und richtig erfolgreich geworden. Sie hätte nach der kaufmännischen Projektleitung der Brücke in Deutschland ein Großprojekt in Norwegen übernommen. Dort, in Norwegen, hätte sie ganz schnell die Sprache beherrscht und überraschend die Liebe ihres Lebens kennengelernt. Die beiden hätten schnell und ganz spontan geheiratet. Sie hätte einen Doppelnamen angenommen und ihre zwei hübschen Kinder würden dreisprachig (Deutsch, Norwegisch und Serbisch) aufwachsen. Sie wäre eine wundervolle Mama geworden. Die Familie würde in Bad Vöslau in einem modernen Haus mit Naturgarten und Schwimmteich leben. Das Haus wäre sensationell und stilvoll eingerichtet. Ein Hund würde das Glück perfekt machen.</p>



<p>Ihr Hobby, das Fotografieren, hätte sie wie alles perfektioniert und schon ein paar sensationelle Fotos an eine Galerie verkauft. Kurz vor ihrem 40. Geburtstag hätte sie sich, in meiner Vorstellung, den Traum eines eigenen kleinen Lokals erfüllt. Das Lokal wäre mit Stil eingerichtet, ich sehe es genau vor mir: viele Pflanzen, Vintage-Möbel, moderne Stücke sowie ihre kunstvollen Fotos in prunken Bilderrahmen. Sie hätte ihr Leben geliebt und gelebt, ihre Kinder und ihren Mann vergöttert. Sie wäre mit vierzig genauso wunderschön und großartig, lebensfroh und glücklich, beliebt und geliebt.</p>



<p>Ich bin traurig, während ich das zu Papier bringe. Aber es ist auch wunderschön, wieder so intensiv an sie zu denken.</p>
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		<item>
		<title>Gedanken zu Kathis 40. Geburtstag – die Familie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kirschhaeubchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2024 22:01:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken und Erinnerungen an Kathi]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebes Kind! Der letzte Geburtstag, den wir gemeinsam gefeiert haben, war dein 30. Geburtstag. Ich weiß, dass das Fest 10 Jahre später zu deinem Runden ein Riesentrubel gewesen wäre. Du hättest uns schon kurz nach Weihnachten jeden Tag daran erinnert, dass du in soundso vielen Tagen Geburtstag hast und wir ihn nicht vergessen dürfen. Du [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Liebes Kind!</p>



<p>Der letzte Geburtstag, den wir gemeinsam gefeiert haben, war dein 30. Geburtstag. Ich weiß, dass das Fest 10 Jahre später zu deinem Runden ein Riesentrubel gewesen wäre. Du hättest uns schon kurz nach Weihnachten jeden Tag daran erinnert, dass du in soundso vielen Tagen Geburtstag hast und wir ihn nicht vergessen dürfen. Du hättest dir, wie jedes Jahr, ein Pferd gewünscht. Wie sehr ich das vermisse.</p>



<p>Ich hätte so gerne eine Torte für dich gebacken zu deinem 40. Geburtstag. Die beste, größte und köstlichste Torte, die ich jemals gebacken habe. Aber wahrscheinlich backe ich doch eine, denn wenn nicht, wären deine beiden Nichten mächtig enttäuscht. Vor kurzem habe ich mit ihnen über deinen Geburtstag gesprochen. Sie waren sofort Feuer und Flamme und haben in Gedanken schon die Einladungsliste erstellt. Auf der Einkaufsliste für das Fest stehen an erster Stelle bunte Luftballons und neue Windräder für dein Grab. Die beiden wollen ihre schönsten Kleider anziehen. Du bist so präsent in unserem Leben, nicht nur bei mir und deiner Schwester. Auch deine Nichten zweifeln keine Sekunde daran, dass dieses Geburtstagsfest auch ohne das Geburtstagskind gefeiert werden kann. Immer, wenn ich ihnen von dir erzähle, seufzt abwechselnd Emilia oder Elisa: „Ich wünschte, ich hätte die Tante Kathi kennengelernt.“ Ja, das wünschte ich auch.</p>



<p>Happy Birthday meine Süße!</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Liebe Schwester!</p>



<p>Ich denke ganz oft an dich, vor allem jetzt, wo du bald Geburtstag hast. Wärst du heute verheiratet? Hättest du Kinder? Wärst du mittlerweile eine erfolgreiche Managerin? Ich bin mir nicht sicher, wenn ich ehrlich bin.</p>



<p>Wobei ich mir aber ganz sicher bin:</p>



<p>Du hast mittlerweile endlich ein Pferd zum Geburtstag bekommen. So ein richtiges, nicht immer diese „statt eines echten Pferdes“ Geschenke. Dieses Pferd steht bei Andi und mir daheim, das war deine Idee. Wir haben den Platz und es ist gut für Emilia und Elisa, mit Tieren aufzuwachsen. Außerdem bist du ständig beruflich unterwegs und kannst das Pferd nicht betreuen. Zusätzlich hast du uns drei Katzen und zwei Hunde aufs Auge gedrückt, die du in Serbien von der Straße gerettet hast.</p>



<p>Du hast nach wie vor eine beachtliche Sammlung an Kleidern, Taschen und Schuhen, in den unterschiedlichsten Ausführungen. Und bei so manchem Designerstück aus deinem Repertoire müssten Mama und ich uns sehr bemühen, bewundernde Worte zu finden, damit du nicht verärgert bist. Weil wir würden sie schlichtweg hässlich finden. Wir lachen nach wie vor am meisten über unsere Mama, und wir lachen auch mit ihr über die unmöglichsten banalen Dinge.</p>



<p>Du bist eine super tolle Tante für Mimi und Elisa. Wir sehen dich zwar nicht oft, aber wenn du da bist, dann ist das immer ein Fest für die Zwillinge. Mit Maria und Chrisi triffst du dich nach wie vor regelmäßig zum Frühstück und Jil besuchst du mindestens einmal im Jahr in Amerika.</p>



<p>Deine Reiselaune hast du auch nicht verloren. Mittlerweile hast du schon sehr viel von der Welt gesehen und egal wo du bist, du schickst uns eine deiner Postkarten. Die Sammlung ist wirklich beachtlich und Emilia und Elisa suchen jedes Reiseziel von dir auf ihrem Globus.</p>



<p>Omas Haus in Serbien hast du zu deinem Feriendomizil ernannt. Hier gönnst du dir eine Auszeit von deinem stressigen Alltag und triffst dich mit Indira, Zorana, Milena und den anderen Ex-Kollegen aus Belgrad.</p>



<p>Unsere Schwesternbeziehung ist heute um einiges gefestigter als damals. Das Gezicke untereinander gibt es nicht mehr. Wir beide genießen es, miteinander zu reden und die Meinung der anderen zu hören. Wir haben uns einfach richtig lieb.</p>
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